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Landschaftspflege durch Beweidung

Extensiv genutzte Weideflächen sind durch eine hohe Arten- und Strukturvielfalt gekennzeichnet. Verantwortlich hierfür sind in erster Linie die Aktivitäten der Weidetiere.

  Durch den selektiven Fraß der Weidetiere bilden sich charakteristische Vegetationsdifferenzierungen aus. Pflanzenarten, die durch ihre Inhaltsstoffe (Bitterstoffe, Öle) schlechte Geschmackseigenschaften besitzen oder giftig wirken, werden von den Weidetieren gemieden und damit gefördert. Durch den Tritt und die sonstigen Aktivitäten der Weidetiere (Scharren, Wälzen etc.) werden regelmäßig Offenstrukturen geschaffen, die als Regenerationslücken für Pflanzen („Schutzstellen“) dienen können, wodurch die Dynamik aufrechterhalten wird. Diese Standorte sind insbesondere für zahlreiche konkurrenzschwache Trockenrasenarten von Bedeutung. An den Kot der Weidetiere sind spezialisierte Dungfliegen und -käfer gebunden, die wiederum Nahrungsquelle für weitere Bewohner (z.B. Vogelarten) sind.

Ziegen - geeignete Landschaftspfleger

Während Schafe ihren Futterbedarf weitgehend über Gräser und Kräuter decken, bevorzugen Ziegen deutlich mehr Gehölzmaterial (Triebe, Blätter, Rinde von Gehölzen). Von den Ziegen wird auch problemlos an Zweigen mit Stacheln oder Dornen gefressen (z.B. Rosen, Schlehe, Weißdorn).

Neben der eigentlichen Pflege ist die Beweidung darüber hinaus für die Verbreitung von Pflanzenarten auf oder zwischen verschiedenen Weideflächen von Bedeutung. Einerseits nehmen die Weidetiere Diasporen (Samen, Früchte) mit der Nahrung auf, wobei bestimmte Samen den Darmtrakt unverdaut passieren und so auf andere Flächen verfrachtet werden. Andererseits bleiben Diasporen auch am Fell oder im Klauenbereich der Weidetiere haften und werden auf diese Weise verfrachtet.

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