Fauna in Langenbogen

Durch die beweidung entstehen artenreiche Biotope mit einer hohen Varibilität an Standorten.Allgemein werden die spezifischen Wirkungen einer Weidenutzung meist in die Oberbegriffe „Tritt“, „Fraß“ und „Dung“ eingeteilt. Durch den Tritt werden regelmäßig Offenstrukturen geschaffen, die als Regenerationslücken für Pflanzen („Schutzstellen“) dienen können. Daneben bilden sich durch den selektiven Verbiss und die selektive Meidung von Pflanzenarten charakteristische Vegetationsstrukturen aus.

Von den Weidetieren werden Pflanzenarten, die durch ihre Inhaltsstoffe (Bitterstoffe, Öle, Harze) schlechte Geschmackseigenschaften besitzen oder giftig wirken (z.B. Frühlings-Adonisröschen), gemieden und damit gefördert. An den Kot der Weidetiere sind spezialisierte Dungfliegen und -käfer gebunden, die wiederum Nahrungsquelle für weitere Bewohner (z.B. Vogelarten) sind.

Während Schafe überwiegend Gräser und Kräuter fressen, sind Ziegen hinsichtlich ihrer Futterwahl vielseitiger. Auch das Laub und die Rinde von Gehölzen stehen auf ihrem Speiseplan. Dabei werden auch Zweige mit Stacheln oder Dornen gefressen (z.B. Rosen, Schlehe, Weißdorn).

Der Neuntöter profitiert von dem günstigen Nahrungsangebot. ( Foto: Joachim Weiss, Lüdinghausen) Die Goldammer, ein typischer Vogel halboffener Heckenlandschaften (Foto: Tobias Stenzel) Burenziegenherde auf der Beweidungsfläche bei Langenbogen